Standort Osteuropa
Investieren in den MOE-Märkten
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| Die rasante Entwicklung der globalen
Strukturen macht auch vor den mittelständischen Unternehmen in Deutschland nicht halt.
Zunehmend heißt es, sich entweder den neuen Erfordernissen anzupassen oder die eigene
Existenz einzubüßen. Ein wichtiger Aspekt dieses Anpassungsprozesses ist die Wahl des
geeigneten Standortes, die längst nicht mehr so eng gefaßt betrachtet werden kann wie
noch vor einigen Jahren. Standortwahl heißt heute nicht mehr, die eigenen Investitionen
langfristig in einem klar umgrenzten regionalen Bereich festzulegen, sondern vielmehr,
bestehende regionale Vorteile flexibel zu nutzen. Moderne Informationstechnologien sowie der Ausbau der Transportkapazitäten lassen die Welt kleiner werden, Entfernungen schrumpfen, neue Formen der Arbeitsteilung werden möglich. Weiterhin wurde so eine Basis für eine multikulturelle Entwicklung geschaffen, durch die das Ausland für Unternehmer an Schrecken verliert. Durch die Liberalisierung des globalen Marktes sowie den stetigen Abbau von Handelshemmnissen konnten neue, globale Märkte geschafften und zugänglich gemacht werden. Nur wer diese Vorteile für sein Unternehmen einzusetzen weiß, kann im heimischen Markt mittelfristig überleben. Durch den Mauerfall 1989 haben sich speziell für kleinere mittelständische Unternehmen die Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang eindeutig verbessert. Durch Ausnutzung der definitiven Standortvorteile der mittel- und osteuropäischen Märkte, in Verbindung mit den immer noch vorhandenen Vorzügen des Standortes Deutschland ergibt sich neben einer Stabilisierung der eigenen Marktposition auch die Möglichkeit einer Expansion. Gerade die ost- und mitteleuropäischen Märkte haben westlichen Unternehmern einiges zu bieten. Die kulturelle Verwandtschaft (im Gegensatz zu den asiatischen Märkten) vereinfacht einerseits das schnelle Zurechtfinden im jeweiligen Markt, andererseits bietet sie eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Qualifiziertes Personal, ein günstiges Lohnniveau, aufstrebende Volkswirtschaften sowie die Annäherung an die EU stellen vor allem für den Mittelstand eindeutige Beweggründe dar, im Rahmen ihrer Auslandsaktivitäten Investitionen in Osteuropa als sinnvolle Zukunftsinvestitionen zu bewerten. Auf diesem Wege können auch von kleineren Unternehmen Auslandsmärkte mit geringem Risiko erschlossen, und heimische Arbeitsplätze nachhaltig gesichert werden. Jede unternehmerische Entscheidung ist mit einem Risiko verbunden, dies definiert das freie Unternehmertum. So ist auch der Schritt in Richtung einer Globalisierung des eigenen Unternehmens nicht frei von Risiken, die jedoch durch eine eingehende Planung sowie das Abrufen entsprechender Informationen im Vorfeld weitgehend ausgeschlossen werden können. Speziell im Hinblick auf Osteuropa ist eine detaillierte Planung unerläßlich, um schwerwiegende Fehlentscheidungen im Vorfeld zu vermeiden. Nicht jedes Land ist für jedes Projekt geeignet und nur die Summe vieler Informationen kann die Grundlage einer weitsichtigen Entscheidung bilden.
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